Herzbrücke Film von Jobst Thomas
Freitag, den 27. August 2010, 12:45 - 13:00 Uhr, 3sat
Im Hamburger Albertinen-Krankenhaus werden Kinder aus Kabul am Herzen operiert. Über 50 Mädchen und Jungen hat das Projekt "Herzbrücke" bereits das Leben retten können. "Für mich und mein Team ist es eine besondere Motivation, schwerkranken Kindern aus dem krisengeschüttelten Afghanistan eine zweite Chance zu schenken - einen Neubeginn für die Kleinen", sagt Friedrich-Christian Rieß, Chefarzt der Abteilung Herzchirurgie, bekennender Christ und selbst Vater von sechs Kindern. Seit 2005 engagieren sich Herzchirurgen, Kardiologen, Anästhesisten und Pflegende des Krankenhauses für Kinder mit angeborenen Herzfehlern, die in ihrer Heimat wegen der dort unzureichenden medizinischen Versorgung keine Überlebenschance haben. Alle Beteiligten leisten ihre Unterstützung während der Freizeit. Eine Herausforderung für jeden einzelnen. Die jüngste "Kinderluftbrücke Kabul-Hamburg" hat Anfang 2010 stattgefunden. Zehn herzkranke Kinder und Jugendliche, körperlich nicht belastbar und teilweise stark untergewichtig, mussten sich für mehrere Monate von ihren ...
Brustkrebs überleben - Den Feind besiegen
Freitag, 20. August 2010, 21.45 - 22.30 Uhr, Arte
Dokumentation von Jutta Rosbach
Fast 60.000 Frauen erkranken in Deutschland jährlich an Brustkrebs. Für knapp 18.000 von ihnen endet die Krankheit tödlich. 'Das ist ein nicht greifbarer Feind. Dieses Gefühl, ich bin krank, obwohl es mir gut geht', sagt die 40-jährige Birgit kurz nach der Diagnose. Birgit ist erblich vorbelastet. Ihre Mutter erkrankte kurz vor ihr an Brustkrebs. Filmemacherin Jutta Rosbach begleitet Birgit bis zum Abschluss der Chemotherapie, die sie mit Sport und positiver Willenskraft zu bewältigen versucht. Für die 46-jährige Gundula bedeutet die Diagnose Krebs den Verlust ihrer Brust. Dieses Schicksal trifft immer noch jede dritte Brustkrebspatientin. Gundula entscheidet sich für einen Brustaufbau aus körpereigenem Gewebe. Vor dem Hintergrund der sehr persönlichen Schicksale der beiden Frauen schildert Jutta Rosbach, welche Formen der Früherkennung und Therapie es heutzutage gibt. Wie sicher sind Vorsorgeverfahren ...
Wir sind immer wieder auf der Suche nach Ideen, wie angehende Ärzte spielerisch lernen können und womit man praktizierende Mediziner unterhalten kann. In diesem Rahmen stellen wir heute das medizinische Monopoly vor.
Im Medical Monopoly spielen vier Krankenhäuser gegen einander. Ziel des Wettbewerbs ist es, als erstes Krankenhaus alle Betten zu belegen.
Anders als im herkömmlichen Monopoly können die Teilnehmer mit den $500, die sie zu Beginn des Spiels erhalten, keine Straßen oder Häuser kaufen. Vielmehr sollen sie in der Rolle des Oberarztes das Geld in die Apotheke, einen Operationssaal, Organe oder Körperteile investieren. Wer auf dem Feld "Office Visit" landet, darf den Patienten nach korrekt gestellter Diagnose laut Aktionskarte in seinem Krankenhaus behandeln.
Doch das Spiel bietet nicht nur Unterhaltung - es wird in einigen Bezirken der USA im Rahmen des Gesundheitsunterrichtes eingesetzt, da Anatomie, Erste Hilfe und die Grundzüge der Medizin damit erlernt werden können.
Eine interessante Idee, die ...
Von Allergie bis Zahnschmerzen - Dr. Google weiß Rat
- Posted on 10.08.
Immer mehr Patienten suchen medizinischen Rat im Internet. Häufig ist die Hemmschwelle hoch, zum Arzt zu gehen - und im Internet können die Ursachen für Symptome anonym und schnell selbst gefunden werden. Oder doch nicht?
Deborah Schmidt schreibt für Der Westen:
„Kaum sind die Beschwerden dort eingetippt, reihen sich Diagnose-Foren, medizinische Stammtische sowie zahlreiche Krankheitsberichte aneinander. Das Ergebnis, das „Dr. Google“ dabei präsentiert, ist alles andere als eindeutig.“
Die Gefahr ist, dass sich im Internet zu jedem Symptom schnell eine „passende“ Krankheit finden lässt. Das Internet ist prall gefüllt mit Diagnose- und Therapievorschlägen, in Foren tauschen sich Patienten aus. doch das Wichtigste gibt es hier nicht: eine Diagnose mit anschließender Therapie. Allzu häufig gehen Patienten auf der Suche nach Rat gleich vom Schlimmsten aus:
„Bauchschmerzen deuten dann auf ein Magengeschwür hin, und ein Kribbeln in den Fingern wird zum ersten Anzeichen von Multipler Sklerose.“
Besonders Menschen die ohnehin unter Krankheitsängsten leiden ...
Im Kontext des zunehmenden Ärztemangels mit rund 20.000 ausscheidenden Ärzten in den kommenden zehn Jahren wirbt ein kleines Krankenhaus in der Lüneburger Heide mit einer so genannten Lockprämie um Nachwuchsärzte. Das Heidekreis-Klinikum in Soltau und Walsrode zahlt jedem neuen Assistenzarzt der Klinik eine einmalige Pauschale von 4.000 Euro.
Eine solche Zuwendung wird in Medizinerkreisen heftig diskutiert. Während sich die Ärzteverbände Hartmannbund und Marburger Bund für die Prämie einsetzen, ist die Niedersächsische Krankenhausgesellschaft gegen die einmalige Zahlung. Ihr Verbandsdirektor Helmut Fricke sagte Ende letzter Woche dazu:
„Wir haben Tarifverträge, die wir mit den Prämien konterkarieren.“
Darüber hinaus ist die Zuwendung nach Meinung der Krankenhausgesellschaft nur ein kurzfristiger Anreiz für Bewerber. Um mehr Nachwuchs zu gewinnen, der den Ärztemangel ausgleichen soll, müssten sich vielmehr die Rahmenbedingungen ändern und arbeitnehmerfreundlicher werden.
Der Vorsitzende des Hartmannbundes, Prof. Kuno Winn, sieht die Lockprämie dagegen als legitimes Wettbewerbsmittel in Zeiten des Mangels an Ärzten ...
