TV-Tipps für das Wochenende
Herzbrücke Film von Jobst Thomas
Freitag, den 27. August 2010, 12:45 - 13:00 Uhr, 3sat
Im Hamburger Albertinen-Krankenhaus werden Kinder aus Kabul am Herzen operiert. Über 50 Mädchen und Jungen hat das Projekt "Herzbrücke" bereits das Leben retten können. "Für mich und mein Team ist es eine besondere Motivation, schwerkranken Kindern aus dem krisengeschüttelten Afghanistan eine zweite Chance zu schenken - einen Neubeginn für die Kleinen", sagt Friedrich-Christian Rieß, Chefarzt der Abteilung Herzchirurgie, bekennender Christ und selbst Vater von sechs Kindern. Seit 2005 engagieren sich Herzchirurgen, Kardiologen, Anästhesisten und Pflegende des Krankenhauses für Kinder mit angeborenen Herzfehlern, die in ihrer Heimat wegen der dort unzureichenden medizinischen Versorgung keine Überlebenschance haben. Alle Beteiligten leisten ihre Unterstützung während der Freizeit. Eine Herausforderung für jeden einzelnen. Die jüngste "Kinderluftbrücke Kabul-Hamburg" hat Anfang 2010 stattgefunden. Zehn herzkranke Kinder und Jugendliche, körperlich nicht belastbar und teilweise stark untergewichtig, mussten sich für mehrere Monate von ihren Eltern verabschieden, um nach Hamburg zu reisen. Dort kommen die jungen Patienten vor und nach ihrer Operation in Familien unter, die sich rührend darum bemühen, ihnen so weit weg von ihrem Zuhause jeden Wunsch von den Augen abzulesen und sie zu trösten, wenn das Heimweh sie überfällt.
Burnout - wenn die Seele streikt
Miriam Meckel im Gespräch mit Nathalie Wappler
Sonntag, den 29. August 2010, 09:15 - 10:15 Uhr, 3sat
Immer erreichbar, immer flexibel, immer verfügbar sein - das sind die heutigen Bedingungen für den arbeitenden Menschen. Die modernen Kommunikationsmittel machen's möglich. Wir verplanen jede freie Minute, ob privat oder beruflich, wir optimieren uns immer weiter. Die Kehrseite davon ist eine rasant wachsende Zahl an Burnout-Patienten. Der extreme Erschöpfungszustand ist längst in der Mitte der Gesellschaft angekommen und erreicht auch diejenigen, die vor einer Überforderung durch die Informationsflut gewarnt haben. Eine von ihnen ist Miriam Meckel, Professorin für Corporate Communication an der Universität in St. Gallen. Sie litt an einem Burnout und hat nun in einem Buch analysiert, was geschieht, wenn wir ständig unterwegs sind und permanent kommunizieren.