Gefördert durch die Europäische Union und das Land NRW.
Das doctr-Team fährt morgen nach Gelsenkirchen zur Prämierung der Top 10 des Businessplan Wettbewerbs Medizinwirtschaft der Startbahn Ruhr.
Wir sind schon sehr gespannt auf das Ergebnis! Nun freuen wir uns darauf, die Organisatoren persönlich kennenzulernen und zu hören, was für Ideen die anderen Teilnehmer des Wettbewerbs haben.
Aber noch heißt es - Daumen drücken!
Die kranken Häuser
Die Gesundheitsversorgung der Patienten sollte die Priorität deutscher Krankenhäuser sein. Doch in vielerlei Hinsicht tragen Kliniken selbst zu den wachsenden Belastungen der Umwelt - und damit auch zur Schädigung der Gesundheit - bei. Die Produktion großer Abfallmengen, die Abführung der Sanitär-, Labor-, Röntgen-, Spül- und Küchenabwässer, die Nutzung von Gefahrenstoffen wie Desinfektionsmitteln oder Reinigungsmitteln und die Freisetzung von Luftschadstoffen bei der Energieerzeugung oder durch verdampfende Narkosegase sind nur einige Beispiele der Krankenhausproduzierten Umweltbelastungen.
Im Bewusstsein um diesen negativen Einfluss bemühen sich seit ein paar Jahren erste Kliniken auch in ihrem eigenen Interesse besonders stark darum, Verantwortung für die Umwelt zu übernehmen.
Abfallproduktion
Mit knapp 1,2 Mio. t Abfall pro Jahr sind Krankenhäuser der fünftgrößte Müllproduzent in Deutschland. Neben krankenhausspezifischen Abfällen wie infektiösem Müll, Spritzen, Kanülen, Laborroutinematerialien oder Organabfällen haben etwa 90 Prozent des Abfalls hausmüllähnlichen Charakter.
Energieverbrauch
Ein deutsches Krankenhaus hat Energieausgaben von durchschnittlich 500.000 Euro pro ...
Die Blogbeiträge der letzten beiden Wochen haben uns zum Nachdenken gebracht. Wie es wohl sein wird im Alter? Wie werden sich die schmerzenden Gelenke einer 80-Jährigen anfühlen? Wie ist das, wenn man plötzlich kaum noch lesen kann? Werden tägliche Abläufe wirklich so viel schwieriger?
In der heutigen Gesellschaft, die sehr stark vom Anspruch, jung und fit zu sein geprägt ist, mangelt es oft an Verständnis für die älteren Mitmenschen. Jeder kennt es, wenn ein älterer Mensch an der Supermarktkasse langsam nach der Geldbörse greift, um dann jede Münze einzeln zu entnehmen. Bei den Wartenden dahinter ist die Geduld oft sehr kurz bemessen. Um sich in solche und weitere Situationen auf Seiten der Senioren hineinversetzen zu können, wurden Alterssimulationsanzüge erfunden. Damit wird ein 25-Jähriger körperlich "auf Probe" in einen 80-Jährigen verwandelt. Bewegungen fallen schwerer, Vermeidungshaltungen werden automatisch eingenommen und das Seh- und Hörvermögen nimmt ab.
Die Consulting Firma Meyer-Hentschel hat 2003 ...
In seinem Kurzgeschichtenband Ruhm erzählt Daniel Kehlmann die Geschichte der 70-jährigen todkranken aber noch agilen Rosalie, die sich dafür entscheidet, die kurze Zeit, die ihr noch zum Leben bleibt nicht leidend zu verbringen, sondern den Zeitpunkt ihres Todes bei vollem Bewusstsein und ohne Schmerzen selbst zu bestimmen.
Da aktive Sterbehilfe in Deutschland strafbar ist, geht Rosalie in die Schweiz, um sich in der Sterbewohnung eines Sterbehilfevereins mit einem Becher Gift das Leben zu nehmen. Dort ist Beihilfe zum Suizid zwar auch verboten, wird jedoch nur dann verfolgt, wenn sich der oder die Helfende bei der Tat durch selbstsüchtige Beweggründe leiten lässt. Nach Prüfung der medizinischen Fakten (unheilbar krank oder nicht) und des psychischen Zustandes (zurechnungsfähig oder nicht) beurteilt ein dortiger Arzt, ob sie sich „aus eigener Kraft und freiem Willen“ das Leben nehmen darf.
Ein ähnlicher Fall wurde 2004 im British Medical Journal von Cornelius Katona, Dekan an der medizinischen ...
Foto: doctr.com
„Aller Menschen harrt der Tod, und keinen gibt‘s auf Erden, der untrüglich weiß, ob ihn der nächste Morgen noch am Leben trifft.“ (Euripides)
Vor einigen Wochen las ich das erste Mal über den Rechtsstreit um Erika Küllmer, einer Wachkomapatientin. Diese hatte ihrer Tochter einige Jahre zuvor mündlich mitgeteilt, dass sie, sollte sie einmal völlig hilflos sein, nicht künstlich ernährt werden wolle. Nach viereinhalb Jahren, in denen sich die Heimleitung weigerte, diesem Wunsch nachzukommen, schnitt die Tochter auf Anraten ihres Anwalts die ernährende Magensonde der Mutter durch.
Die Komplexität des Falles und die schwierige Rechtslage in Deutschland machten mich nachdenklich. Wenn es relativ einfach ist, Organspender zu werden oder sich als Knochenmarkspender registrieren und typisieren zu lassen, konnte doch eine Patientenverfügung nicht so kompliziert sein. Tatsächlich erwartete ich bei einer ersten Recherche im Internet, ein Formular zu finden, auf dem man - ähnlich wie beim Organspendeausweis - seine Vorstellungen ...