Sixpack: 6 Gothaer Ärzte verzichten wegen Ärztemangels auf Ruhestand
"Ärztemangel", das ist so ein Wort, was wir in den letzten Jahren oft zu hören bekommen haben und in den nächsten noch öfter hören werden. Irgendwie erinnert mich der Begriff an "Klimawandel". Alle reden darüber, aber konkrete Schritte zur Behebung des Problems werden nur langsam eingeleitet - aus den verschiedensten Gründen. Während medial und politisch (oder politisch-medial - wie auch immer man möchte) über Lösungsansätze diskutiert wird, sind es dann oft kleine Gruppen, die sich zusammenschießen, um etwas zu bewegen, wenn konkreter Handlungsbedarf besteht. So geschehen in der Stadt Gotha am Rande des Thüringer Waldes. Diese drohte zu Beginn des Jahres zum medizinischen Brachland zu werden, als ein halbes Dutzend Ärzte den Ruhestand erreichte, jedoch keine Nachfolger/innen für ihre Praxen gefunden hatten. Kurz darauf schlossen sich 6 Gothaer Mediziner, alle im Alter von 65-70 Jahren zusammen, um die entstandene Lücke zu füllen. Ein heute auf aerztezeitung.de erschienener Artikel berichtet über die engagierten Ärzte, Ärztinnen und Arzthelferinnen, die ihren Patienten zu Liebe auf ihren Ruhestand verzichten, bis jüngere Nachfolger gefunden werden.
So lobenswert das Engagement auch ist, eine Dauerlösung ist dies für den bevorstehenden Medizinerschwund in den ländlichen Regionen sicher nicht. Eine bezeichnende "Anekdote" jedoch auf jeden Fall!
Quelle:
aerztezeitung.de: Sechs Mediziner verzichten für ihre Patienten auf den Ruhestand