Telemedizin erreicht die Mongolei
Seit 10 Jahren unterstützt das Swiss Surgical Team Chirurgen und Anästhesisten in der Mongolei. Nachdem die Sowjetunion Anfang der 90iger Jahre zusammenbrach, verfiel das Gesundheitssystem der Mongolei in eine Krise. Dies führte zur Schließung der einzigen Intensivstation des Landes. Als der Westschweizer Chirurg Pierre Tschanz 1991 in seinem Urlaub verschiedene Krankenhäuser in der Mongolei besuchte, beschloss er beim Wiederaufbau der Intensivstation zu helfen: Seitdem sind jedes Jahr 30 schweizer Ärzte 3 Wochen lang unentgeltlich in mongolischen Kliniken im Einsatz.
Wissensaustausch durch Telemedizin Auch die Telemedizin hält mittlerweile Einzug in den Regionalspitälern auf dem Land. So wurden etwa Möglichkeiten geschaffen, mit Kollegen in Ulaanbaatar (Hauptstadt der Mongolei) Röntgenbilder auszutauschen und Diagnosen miteinander zu besprechen. Dies wurde durch die Universität Basel und SST ermöglicht, die eigens hierzu eine Internetplattform errichteten.
"Früher waren wir gezwungen, für eine Zweitmeinung oder die Diagnose durch einen Spezialisten unsere Patienten die 1400 Kilometer nach Ulaanbaatar zu transportieren – im Idealfall eine dreitägige Reise auf oft sehr schlechten Strassen", erzählt die Onkologin Tsagaan.
"Durch die Telemedizin fallen diese Belastung für den Patienten und die entsprechenden Kosten weg."
Mehr Informationen zu diesem Thema: www.openpr.de: Telemedizin in der Mongolei
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swissinfo.ch: Schweizer Ärzte im Einsatz in der Mongolei
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